Evangelische Kirchengemeinde Hilden/ Rheinland – Erlöserkirche
Die Große Weihnachtskrippe
Anschauliche Heilsgeschichte, Glaubensbotschaft, tiefe Symbolik und liebevolle Details
Das Einhorn
Das Einhorn ist ein magisches, mythisches und ewiges Fabelwesen. Ihm ist heute im Alltag kaum zu entkommen.
Bis zur letzten Revision der Lutherbibel (2017) war es dort acht Mal erwähnt (griech monoceros, lat dann unicornis. Luther hatte >hebr re´em< so übersetzt. Offenbar war es eine Falschübersetzung des wilden Tieres. Vielleicht war ein wilder Stier gemeint. 4 mal ist das Einhorn positiv, 4 mal negativ besetzt. Jedenfalls war es bis weit in die Neuzeit durch das Vorkommen in der Bibel überhaupt keine Frage, dass dieses Tier wirklich existiert. So gibt es Gemälde der Schöpfung, auf denen wie bei der Arche Noah neben allen anderen Tieren selbstverständlich auch ein Paar Einhörner zu sehen sind; daneben existieren zahlreiche Berichte früher Weltreisender, die beschreiben, wie sie ein Einhorn gesehen haben.
Der Physiologus schreibt, dass das Einhorn so stark sei, dass es nur von einer Jungfrau gezähmt werden könne. Dieses wurde auf Maria gedeutet und so gibt es zahlreiche Altäre, in denen Maria mit dem Einhorn zu sehen ist (der bekannteste im Erfurter Dom).
Ein Einhorn in Ziegengröße ruht auf ihrem Schoß und sie krault es. Oder eins piekst sie mit dem Horn in die Seite, was dann symbolisch auf Christus weist. Die Darstellungen des Einhornes in der Kunst reichen von kleinen, ziegenähnlichen Tieren bis zu großen, kraftstrotzenden Rössern mit Horn auf der Stirn, das entweder nach vorn oder senkrecht nach oben weist.
Unser Einhorn kommt aus Arabien: als Modell dient die auf der arabischen Halbinsel beheimatete weiße Oryx-Antilope. Die Tiere leben in der Wüste und sind viel heller und etwas kleiner als hirschgroßen südafrikanischen fernen Verwandten. Sie galten schon als ausgestorben, weil sie wegen ihres Fleisches und der Hörner gejagt wurden. Nachzuchtprojekte in Zoos hatten Erfolg.
In den Wunderkammern des Mittelalters finden sich zahlreiche dem Einhorn zugeschriebene gedrehte, lange gerade Hörner. Mittlerweile sind die als dem Narwal zugehörig erkannt. Davon wurden auch Bischofsstäbe hergestellt, und sie wurden für äußerst teure Medizin verwand. Daher gibt es heute noch reichlich Einhorn-Apotheken. So ist zum Beispiel belegt, dass der Graf von Mansfeld Martin Luther auf dem Sterbebett noch einen Trank mit Pulver vom abgeriebenen Horn des Einhorns finanziert hat.
Bis zur letzten Revision der Lutherbibel (2017) war es dort acht Mal erwähnt (griech monoceros, lat dann unicornis. Luther hatte >hebr re´em< so übersetzt. Offenbar war es eine Falschübersetzung des wilden Tieres. Vielleicht war ein wilder Stier gemeint. 4 mal ist das Einhorn positiv, 4 mal negativ besetzt. Jedenfalls war es bis weit in die Neuzeit durch das Vorkommen in der Bibel überhaupt keine Frage, dass dieses Tier wirklich existiert. So gibt es Gemälde der Schöpfung, auf denen wie bei der Arche Noah neben allen anderen Tieren selbstverständlich auch ein Paar Einhörner zu sehen sind; daneben existieren zahlreiche Berichte früher Weltreisender, die beschreiben, wie sie ein Einhorn gesehen haben.
Der Physiologus schreibt, dass das Einhorn so stark sei, dass es nur von einer Jungfrau gezähmt werden könne. Dieses wurde auf Maria gedeutet und so gibt es zahlreiche Altäre, in denen Maria mit dem Einhorn zu sehen ist (der bekannteste im Erfurter Dom).
Ein Einhorn in Ziegengröße ruht auf ihrem Schoß und sie krault es. Oder eins piekst sie mit dem Horn in die Seite, was dann symbolisch auf Christus weist. Die Darstellungen des Einhornes in der Kunst reichen von kleinen, ziegenähnlichen Tieren bis zu großen, kraftstrotzenden Rössern mit Horn auf der Stirn, das entweder nach vorn oder senkrecht nach oben weist.
Unser Einhorn kommt aus Arabien: als Modell dient die auf der arabischen Halbinsel beheimatete weiße Oryx-Antilope. Die Tiere leben in der Wüste und sind viel heller und etwas kleiner als hirschgroßen südafrikanischen fernen Verwandten. Sie galten schon als ausgestorben, weil sie wegen ihres Fleisches und der Hörner gejagt wurden. Nachzuchtprojekte in Zoos hatten Erfolg.
In den Wunderkammern des Mittelalters finden sich zahlreiche dem Einhorn zugeschriebene gedrehte, lange gerade Hörner. Mittlerweile sind die als dem Narwal zugehörig erkannt. Davon wurden auch Bischofsstäbe hergestellt, und sie wurden für äußerst teure Medizin verwand. Daher gibt es heute noch reichlich Einhorn-Apotheken. So ist zum Beispiel belegt, dass der Graf von Mansfeld Martin Luther auf dem Sterbebett noch einen Trank mit Pulver vom abgeriebenen Horn des Einhorns finanziert hat.
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